Google Unternehmensprofil einrichten: Schritt für Schritt
Von Oliver Angermann, Doorstep Studio
Wenn jemand „Friseur in der Nähe“ oder „Elektriker Meppen“ googelt, zeigt Google zuerst eine Karte mit Betrieben aus der Umgebung. Dort landest du nur mit einem Google-Unternehmensprofil. Ich habe das für Doorstep Studio gerade selbst eingerichtet und zeige dir hier, wie es geht und worauf du achten musst.
Vorbereitung: Das brauchst du
- Ein Google-Konto. Am besten eins, das du dauerhaft für deinen Betrieb nutzt.
- Deinen genauen Unternehmensnamen, so wie er auf Schild, Rechnung und Website steht.
- Adresse, Telefonnummer und Website, falls vorhanden.
- Öffnungszeiten und ein paar Sätze, was du anbietest.
- Logo und Fotos: Logo quadratisch, dazu ein Titelbild und ein paar Bilder von Betrieb, Team und Arbeit.
Schritt 1: Profil anlegen
Gehe auf business.google.com und melde dich an. Gib deinen Unternehmensnamen ein und wähle eine Hauptkategorie, zum Beispiel „Friseursalon“ oder „Elektriker“. Die Kategorie ist wichtig, denn darüber ordnet Google dich Suchanfragen zu. Weitere Kategorien kannst du später ergänzen.
Beim Namen gilt laut Google-Richtlinien: Verwende genau den Namen, den du auch außerhalb von Google nutzt. Also „Salon Linde“, nicht „Salon Linde – Friseur Meppen günstig“. Suchbegriffe im Namen sind nicht erlaubt und können zur Sperre des Profils führen.
Schritt 2: Standort oder Einzugsgebiet
Google fragt, ob Kunden dich an deiner Adresse besuchen können.
- Ja, mit Ladengeschäft oder Praxis: Deine Adresse wird auf der Karte angezeigt. Google verlangt dafür, dass dort ganzjährig ein festes Schild mit deinem Unternehmensnamen hängt.
- Nein, du kommst zum Kunden oder arbeitest von zu Hause: Dann gibst du ein Einzugsgebiet an, also die Orte, in denen du arbeitest. Deine Adresse brauchst du trotzdem für die Bestätigung, sie wird aber nicht öffentlich angezeigt.
Ein Postfach oder ein gemietetes „virtuelles Büro“ ist als Standort nicht erlaubt.
Schritt 3: Kontaktdaten
Trag Telefonnummer und Website ein. Achte darauf, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich geschrieben sind: im Profil, auf deiner Website, im Impressum und in Branchenbüchern. Google gleicht das ab, und Einheitlichkeit schafft Vertrauen.
Schritt 4: Bestätigen
Damit dein Profil öffentlich erscheint, musst du bestätigen, dass der Betrieb dir gehört. Welche Methode du bekommst, entscheidet Google automatisch. Möglich sind zum Beispiel:
- Video: Du filmst kurz deinen Standort, deine Arbeitsumgebung und einen Nachweis, etwa Werkzeug, Schild oder Geschäftsunterlagen.
- Videoanruf mit einem Google-Mitarbeiter, nur während deiner Öffnungszeiten.
- Postkarte mit einem Code, die per Post an deine Adresse kommt.
Manchmal bestätigt Google ein Profil auch ohne weitere Schritte. Ob du bestätigt bist, erkennst du an einem blauen Haken und am Hinweis „Dieses Unternehmensprofil wird von dir verwaltet“, wenn du bei Google nach deinem Betrieb suchst.
Schritt 5: Profil vollständig ausfüllen
- Beschreibung: Was du machst, für wen und wo, bis zu 750 Zeichen. Keine Links und keine Werbesprüche wie „die Nummer 1“.
- Öffnungszeiten: genau so wie auf deiner Website. Auch Feiertage und Urlaub pflegen.
- Dienstleistungen: deine Leistungen mit kurzer Beschreibung und, wenn du magst, mit Preis.
- Logo und Titelbild: Das Logo erscheint als kleines Bild neben deinem Namen, das Titelbild groß oben im Profil.
- Fotos: echte Bilder von Betrieb, Team und Arbeit. Profile mit Fotos wirken deutlich vertrauenswürdiger.
Schritt 6: Rezensionen sammeln
Bewertungen gehören zu den wichtigsten Faktoren dafür, wie weit oben du bei Google Maps erscheinst. Im Profil findest du unter „Um Rezensionen bitten“ einen Link, den du zufriedenen Kunden schicken kannst, zum Beispiel per WhatsApp nach einem Auftrag. Beantworte jede Bewertung kurz und freundlich, auch kritische.
Wichtig: Kaufe keine Bewertungen und biete keine Gegenleistung wie Rabatte dafür an. Das verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann dazu führen, dass Bewertungen gelöscht werden.
Schritt 7: Aktiv bleiben
Unter „Beiträge“ kannst du kurze Neuigkeiten veröffentlichen, etwa ein neues Angebot oder geänderte Öffnungszeiten. Einmal im Monat reicht. Halte außerdem Öffnungszeiten und Fotos aktuell. Ein gepflegtes Profil zeigt Google und Kunden, dass dein Betrieb aktiv ist.
Die häufigsten Fehler
- Suchbegriffe im Namen, zum Beispiel „Müller Elektro Meppen Notdienst“.
- Mehrere Profile für denselben Standort.
- Widersprüchliche Angaben: andere Öffnungszeiten oder Telefonnummern als auf der Website.
- Adresse angezeigt, obwohl Kunden nicht vorbeikommen können, etwa bei einer Wohnadresse ohne Schild.
- Profil anlegen und vergessen: veraltete Zeiten und unbeantwortete Bewertungen.
Profil und Website gehören zusammen
Das Profil bringt dich auf die Karte, deine Website überzeugt dann im zweiten Schritt: Dort sehen Kunden ausführlich, was du anbietest, was es kostet und wie sie dich erreichen. Verlinke deine Website im Profil, und nenne auf der Website dieselben Kontaktdaten. Im Paket Plus von Doorstep Studio sind die lokalen Grundlagen für die Google-Suche enthalten, damit beides zusammenpasst.
Häufige Fragen
Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Nein, das Profil ist kostenlos. Google bietet zusätzlich bezahlte Werbung an, die brauchst du für ein Profil aber nicht.
Ich arbeite von zu Hause. Wird meine Adresse dann öffentlich?
Nicht, wenn du angibst, dass Kunden dich nicht vor Ort besuchen. Dann zeigst du statt der Adresse dein Einzugsgebiet. Die Adresse braucht Google nur für die Bestätigung.
Wie lange dauert es, bis ich gefunden werde?
Nach der Bestätigung oft nach wenigen Tagen. Wie weit oben du erscheinst, hängt unter anderem von Entfernung, Vollständigkeit des Profils und deinen Bewertungen ab.